ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

Urs Jaeggi – Künstler, Schriftsteller, Soziologe
Foto: Sammlung Burkhardt Dunst

Urs Jaeggi – Künstler, Schriftsteller, Soziologe

Ausstellung

Kunst ist überall, man muss sie nur sehen

Urs Jaeggi – Künstler, Schriftsteller, Soziologe
Werke aus dem Nachlass, Sammlung Burkhard Dunst

Alle gezeigten Werke können relativ preiswert gekauft und zur Finissage am 11. Oktober abgeholt werden.

So, 27. Sep bis So, 11. Okt

Öffnungszeiten während der ACHAVA-Veranstaltungen in der Sendehalle

  • Mittwoch, 30. September | 18–22 Uhr (parallel Lesung Michael Göring „Hotel Dellbrück“)
  • Sonntag, 4. Oktober | 18–22 Uhr (parallel Konzert Stern-Combo Meissen)
  • Dienstag, 6. Oktober | 10–13 Uhr (parallel Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Lady Milena Grenfell-Baines)
  • Donnerstag, 8. Oktober | 18–22 Uhr (parallel 5. RETURN Filmfestival Award Winner Showcase)
  • Samstag, 10. Oktober | 18–22 Uhr (parallel 90 Jahre Schlager)
  • Sonntag, 11. Oktober | ab 11 Uhr Finissage, Verkauf und Abholung (abends dann nochmal 90 Jahre Schlager)

Finissage: So, 11. Okt · 11 Uhr mit Verkaufshappening

Die Arbeiten von Urs Jaeggi sind wesentlich bestimmt von Auseinandersetzungen mit seiner Kindheit sowie, über sein politisches und soziales Engagement, durch soziale und politische Analysen, die sich über seine wissenschaftlichen soziologischen Untersuchungen weit bis in seine privaten Geschichten hinein bewegten. Beides lieferte Begründungen bei Urs Jaeggi dafür, dass er in seinem klugen weit gespannten erkenntnisgeleiteten Denken, Forschen und kreativen Arbeiten immer wieder auf die erkennenden Blicke und Erfindungen eines Kindes zurückgriff. Dies über seine Texte hinaus ganz besonders in seinen Bildwerken.

In seinen Bildern, Zeichnungen, Skulpturen, Objekten und Assemblagen sowie in den Fotomalen hingegen suchte er gänzlich an­dere Wege und Formen. Wenn man mit ihm durch Landschaften – egal ob urbane, dörfliche oder Natur – ging, dann erlebte man, dass er ständig nach Bildern suchte, nach Spuren von Gesichtern oder Gegenständen am Wegesrand.

Er nahm ständig Fundstücke – vor allem metallisches aus der Wegwerfgesellschaft aber auch Plastik und anderes – mit sich nach Hause oder ins Atelier und verarbeitete vieles zu Assemblagen, bei denen er die Fundstücke nur wenig veränderte. Er folgte dabei den Ideen von Marcel Duchamps, jedoch machte er mehr gestalterische Eingriffe in die Fundstücke als bei Duchamps üblich und es gingen ihnen die ernsthafte Collagetechnik der Dadaisten ab. Seine Fotomalen waren ebenfalls Ergebnisse von Gefundenem, das er fotografierte, dann am Computer bearbeitete und schließlich groß auf Leinwände drucken ließ. Er folgte mehr spielerischen Impulsen, ordnete alles eher wie ein Kind. Für Urs Jaeggi war Kunst wirklich überall und sie musste nur erkannt werden. Er hatte stets den wachen Blick, die Wahrnehmungs- und Gestaltungs­fähigkeit dazu. Er wollte das Unbewusste hier mit dem Bewussten verbinden, hatte hinreichend Übung im Zeichnen, um auch ohne Hinsehen Gesichter und Abbilder zu schaffen. Mit dem Pinsel folgte er auf Papier und Leinwand spontanen Eingebungen und Impulsen und experimentierte mit Formen und expressiven Zeichen. Vieles war von Schriftzeichen abgeleitet, auch erfundene Schriften waren darunter und er spielte sogar mit Worten, die er auseinandernahm, damit der Betrachter alles neu ordnen und deuten konnte.

In Weimar wurde mit Werken von Urs Jaeggi nicht raumbezogen inszeniert, hier sind unterschiedliche Werke von ihm aus der Sammlung Burkhard Dunst eingefügt in die außergewöhnlichen Räumlichkeiten der Sendehalle.

Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen und der Sammlung Burkhard Dunst

Hommage an Urs Jaeggi – 27. Sep bis So, 11. Okt

Termin

So, 27. Sep bis So, 11. Okt

Eintritt

    frei · Spenden willkommen

Sendehalle Weimar

Humboldtstraße 36a, 99425 Weimar